Deutscher Kaiser – „Ein Ort der Kommunikation“

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Ein Ort der Kommunikation

Großer Andrang beim Vortrag von Ana Daanan im „Deutschen Kaiser“

Kerzen führen über die breiten Holztreppen hinauf in den ersten Stock des ehemaligen Kurhotels. Tropfenförmige Lampen aus alten Zeiten tauchen das Treppenhaus in warmes Licht. Aus dem Vortragsraum sind Harfenmusik und leise Gespräche zu hören, die Besucher werden mit Sekt und Canapés begrüßt.

Auch die zweite Station der Vortragsreihe „Bad Reichenhaller Erdmysterien“ war ein Erfolg. Der Besucherandrang im Geschäftshaus „Deutscher Kaiser“ war so groß, daß ein Teil der Gäste auf Tischen Platz nehmen mußte, was der Stimmung jedoch keinen Abbruch tat. Gespannt lauschten die Gäste dem Vortrag und stellten interessiert viele Fragen.

Frau Dr. Eva Jung, die maßgeblich am Erfolg der Veranstaltung beteiligt war und die Organisatoren im Vorfeld unterstützt hatte, und Herrn Prof. Dr. Sommerfeldt, der den Vortragsraum zur Verfügung gestellt hatte, sprach Frederik Friesenegger vom Saint Grail Verlag zu Beginn seinen Dank aus. Dann begann die Buchautorin Ana Daanan über die Erdenergien Bad Reichenhalls und des „Deutschen Kaisers“ zu berichten und enthüllte dabei auch ihre neuesten Ergebnisse.

Das ehemalige Kurhotel „Deutscher Kaiser“ ist nach Ana Daanan ein idealer Ort, um über Bad Reichenhall zu sprechen, denn es verbindet die drei Energien der Stadt: das Florianiviertel als den den ältesten Stadtteil, die Alte Saline und das neuere „Kurviertel“ mit Konzertrotunde und Kurgarten. Der „Deutsche Kaiser“ ist somit in jeder Hinsicht ein Ort der Kommunikation. Die Autorin gratulierte der anwesenden Besitzerin des Gebäudes zu ihrer Entscheidung, es als Geschäftshaus zu führen, da dies seinem Charakter zu Austausch und Besprechungen optimal entgegenkommt.

Der „Kaiser“ nimmt damit eine besondere Stellung in Bad Reichenhall ein, betont Daanan. Nach dem Stadtbrand 1834 wurde er neu aufgebaut und gestaltet und vereint seither den Baustil der Gründerzeit, der für das männliche Prinzip steht, mit dem Jugendstil, der das weibliche Prinzip verkörpert. Ob ein Gebäude oder ein Berg dem weiblichen oder männlichen Prinzip zugehörig ist, kann man an seiner Form erkennen. So ist der Hausberg Bad Reichenhalls, der Staufen, hoch und spitz und damit dem männlichen Prinzip zuzuordnen, während der Untersberg lang und flach und damit weiblich ist.

Die Elemente sind in der Kurstadt gänzlich ausgewogen. So steht das Reichenhaller Salz und die umliegenden Berge für das Element Erde, das warme, fast mediterrane Klima im Tal für das Feuer. Durch die Berge an den Seiten des Tales ist die Stadt vor Stürmen geschützt, doch die Luft kann dennoch durch das nach einer Richtung offene Tal optimal und frei in der Stadt zirkulieren. Die Saalach, die das Wasser repräsentiert, kommt aus dem Süden zur Stadt – dies ist geomantisch und energetisch die beste Flußrichtung, denn so trägt der Fluß die Wärme des Südens mit sich.

Bis in die Nacht hinein entspannen sich angeregte Gespräche zwischen den Gästen, der Autorin und dem Team des Saint Grail Verlages. „Da muß erst jemand von außerhalb kommen und uns erklären, wie schön unsere Stadt ist, damit wir es sehen!“ bemerkte ein Bad Reichenhaller begeistert. Der Abend klang mit keltischen Harfenklängen aus und die Gäste verabschiedeten sich nur schwer, nicht ohne sich zuvor nach dem nächsten Vortragsabend zu erkundigen.